Michael Benecke: In Gottes Hand – Psalm 23


   17. Juni 2018
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Jeder der Psalm 23 hört darf sich gut geführt, versorgt, aufgehoben und beschützt fühlen durch den HERRN. Außerdem werden wir in Ewigkeit beim Herrn sein (Vers 6).

Der HERR ist mein Hirte.

Es ist gut, einen Hirten zu haben ABER bin ich bereit ein Schaf seiner Herde zu sein? Schafe gelten als eher weniger intelligent, gar orientierungslos. Können wir die Schafrolle annehmen, oder versuchen wir vielmehr, alles selbst zu lösen und unseren eigenen Weg zu finden?

Nichts wird mir mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führet mich zum frischen Wasser.

Wie bemessen wir das? Eigenes Haus, zwei Autos, immer genug Geld, immer Gesundheit? Gras (grüne Aue) und Wasser sind hier wohl in erster Linie als Nahrung zu verstehen. Gott sagt: ich versorge Dich mit Nahrung. Aktuell ist in Deutschland Nahrungsmangel kaum ein Problem für uns.

Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens Willen.

Insbesondere wenn wir von Kummer, Angst, Sorgen oder Problemen geplagt werden, so wird der Herr uns erquicken. Wir haben von Gott nicht die Zusage, dass immer alles glatt läuft. Jeder von uns kann wohl bestätigen, dass Probleme zum Leben dazugehören. David kann ein Lied davon singen. Saul und auch sein eigener Sohn wollten ihn umbringen. Jeder von uns hat in irgendeiner Weise sein persönliches Kreuz zu tragen. Doch wir Christen haben jemand, der unsere Seele erquickt!

Die rechte Straße, Gottes Willen, mag uns attraktiv erscheinen. Gleichzeitig ist sie oft auch unangenehm.

Und ob ich schon wanderte im finstern´ Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich.

Finstere Täler kennt jeder von uns: Krankheit, finanzielle Nöte, Schwierigkeiten in Partnerschaft/Familie, Zukunftssorgen, Furcht vor Unglück, …
Vielleicht können wir uns einiges an persönlich gefühltem Leid ersparen, wenn wir uns diesen Psalm zu Herzen nehmen. Die Gewissheit: „Gott ist immer bei mir“ hilft uns sogar bis in die dunkle Stunde des Sterbens. Nach dem Tod wartet auch wieder Gott auf uns. Was für eine Aussicht.

Ähnlich wie die Schafe haben auch wir immer wieder Führung und Korrektur (Stecken und Stab) von Gott nötig. Als Kinder Gottes sind wir keine Sünder mehr, sondern Heilige. Wir sind auch berufen heilig zu leben.

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Je mehr wir als Christen leben, umso eher können Feinde auftauchen. Gott versorgt uns reichlich im Angesicht unserer Feinde (Essen, Trinken, Heiliger Geist). Die Feinde sehen, wie Gott uns voll einschenkt und mit seinem lebendigen Wasser unseren Durst wirklich stillt. Das löst etwas in unseren Feinden aus, was auf Gott hinweist.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.

Alles, was gut und vollkommen ist, wird uns von oben geschenkt, von Gott… (Jakobus 1,17a)

Was ist eigentlich ein gutes Leben? Gottes Vorstellungen decken sich nicht immer mit unseren. Gleichzeitig gehen sie weit über unsere Vorstellungen hinaus. Zufriedenheit ist im Leben ein wichtiger Faktor! Oft wollen wir allerdings mehr oder zumindest den Status quo erhalten.

Gutes, Gnade und Barmherzigkeit folgen uns, selbst in unseren dunkelsten Stunden. Gott kennt unsere dunklen Seiten. Ihm können wir unsere Fehler bekennen und bekommen dafür nicht Urteil und Strafe, sondern Gnade und Barmherzigkeit. Ein Leben lang! Was für ein Gott!!!

Fragen/Anregungen für dich:

  1. Bist du bereit Gott als DEINEN Hirten anzunehmen und dazu in die Rolle eines Schafes seiner Herde zu schlüpfen mit allen Konsequenzen?

  2. In wieweit bist Du zufrieden, mit dem, was Gott Dir geschenkt hat?

  3. Wo plagen Dich im Moment Ängste und Sorgen?
    Male Dir das Bild vor Augen: ER ist DEIN GUTER HIRTE.

Predigtzusammenfassung 2018_06_17

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